Nachdem ich am Donnerstag Abend fleißige Helfer hatte, die mein vollgepacktes Auto mit einem leichten Anflug von Panik entluden, konnte ich mir ganz gelassen am nächsten Morgen eine Stunde Nordic Walking durch Leipzig gönnen! So früh bin ich zuhause nie auf den Beinen! (Allerdings habe ich dort auch keine Nachbarn, die es an einer gewissen Rücksicht morgens um 7 fehlen lassen
)
Gleich zu Beginn konnte ich die ersten Kundinnen begrüßen, die aus Leipzig und der näheren und weiteren Umgebung angereist waren. Ich fand es herrlich, Namen und Gesichter zusammen zu bringen! Man macht sich ja alleine durch den Namen ein Bild von der Person. Und ausnahmslos alle waren sie jünger als ich sie mir vorgestellt habe
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Am Freitag Abend erhielt ich eine kleine Stadtführung durch den Lebensgefährten meiner Gastgeberin. Da die nächst größere Stadt, Pforzheim, bei uns im Februar 1945 fast total zerstört wurde und ich mir gerne alte Gebäude anschaue, bin ich natürlich von den restaurierten Gebäuden und Strassenzügen total begeistert gewesen!
Beeindruckt hat mich wieder einmal die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Leipzig, wie auch schon vor 2 Jahren bei meinem Besuch in Dresden.


Am Samstag waren es weniger Kunden, so daß ich, bei soviel Anregung, Wolle und Anleitung zusammensuchte und schon mit dem ersten Weihnachtsgeschenk begonnen habe.
Am Sonntag morgen kehrte ich Leipzig den Rücken und ich kam um die Mittagszeit im RobinsonClub Fleesensee an. Die Spannung war schon angeheizt, ich wurde freudig begrüßt. Die anwesenden Teilnehmerinnen wären am liebsten gleich zum Schauen zum Auto gegangen. Daß ich gelegentlich viel zu viel einpacke, ist mir bewußt, aber für die Organisatiorin des Nähurlaubs war es im ersten Moment wohl eine unvorstellbare und nicht unterzubringende Menge. Natürlich hatte ich zum größten Teil meine italienischen Designerstoffe eingepackt!
Fleißige Hände auch hier, alle wollten ja schließlich so schnell wie möglich sehen, was sich in den Tüten versteckte. Erste Vorauswahlen wurden getroffen und Pläne geschmiedet.
Am Montag begann der Nähkurs, zwischendurch blieb auch für mich etwas Zeit und ich begann die Kapuzenjacke von Pattern Company pc03-369 aus weiß gemusterten Leinen zu arbeiten. Die Beschreibung erfolgt demnächst.
Ausserdem nähte ich ein Kleid aus der Ottobre, das ich nie und nimmer gemacht hätte! Eine Teilnehmerin hatte es aber aus Jersey angefangen und es sah super aus. In der Ottobre sprechen mich die Fotografien der Modelle und die Kombination von Schnitt und Stoff meist nicht so an.
Aber das war das Schöne an diesem Nähurlaub: Jeder hat seine Erfahrungen, seine genähten Modelle mitgebracht und man konnte diese Teile im Original sehen. Wenn die Grösse passte, konnte man das Teil anprobieren und musste mit etwas Glück nicht einmal einen Schnitt abpausen!
Es war eine sehr angenehme Gruppe und ich freue mich, dass ich mit dabei war und diese Frauen kennen lernen durfte.
Der nächste Nähurlaub ist schon angedacht und soll eventuell in der letzten Novemberwoche in Dresden mit einem kleinen kulturellen Programm stattfinden. Interessenten können bei Heike Lambrecht (lambrecht-h”ät”web.de) um weitere Informationen dazu anfragen.
Da meine Kamera wieder aufgetaucht ist, kann ich nun auch einige Bilder mit Nähurlaub-Atmosphäre nachreichen:
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