Tunika mit kreativ drapierter Ausschnittblende und gesmokter Schulter- und Rückenpartie:
Meine Stoffwahl fiel auf einen feinen, organzaartigen Leinenstoff (Art. panel 01 im Online-Shop), aus dem bei einem bekannten deutschen Hersteller Blusen hergestellt wurden. Es handelt sich um einen Rapport von 250 cm Länge und 105 cm Breite mit gegengleicher schwarzer Blumen-Stickerei am oberen Ende.
Der Stoffverbrauch für diesen Schnitt wird bei 150 cm Stoffbreite mit 2,30 m (34-40), 2,40 m (42/44) und 2,50 m (46/48) angegeben. Das Panel hat mir bei Grösse 38 gut ausgereicht.
Die Tunika ist an den beiden vorderen Schultern und am hinteren oberen Rücken etwas gesmokt. Dazu wird laut Anleitung ein Gummifaden als Unterfaden mitgenäht. Leider hat das bei mir überhaupt nicht funktioniert. Deshalb versuchte ich diverse Varianten mit dem neuen Smokgarn von Madeira, das sich bei Hitzeeinwirkung zusammenzieht und mit Falzgummi.
Bild 1: gerade Nähte in ca. 1 cm Abstand, Bild 2: zieht sich, auch im Karoabstand genäht, nicht genügend zusammen, Bild 3: bei feinerem Reihenabstand wird der Smokeffekt besser, ist aber immer noch nicht ausreichend. Da ich das Smokgarn nur in weiss zum Testen habe, kommt aber eine Verwendung für diese Bluse auch gar nicht in Frage. Bild 4: Der feine, dünne Futterstoff wird wesentlich besser zusammengezogen als mein organza-steifes Leinen. Bild 5: Der Einsatz von Falzgummi wäre für eine Ärmelraffung sicher möglich, aber oben an der Schulterpartie möchte ich es nicht einsetzen.
So blieb mir zum Schluss nur ein einfacher Zickzackstich und das Einziehen eines dünnen Gummifadens von Hand!
Nach dieser Vorbereitung werden die Schulternähte geschlossen, die Ärmel, wie immer bei den Pattern Schnitten, problemlos eingesetzt und in einem Arbeitsgang mit den Seitennähten zusammengenäht. Anstelle eines schmalen Saumes habe ich einen Rollsaum gewählt.
Der Ausschnitt wird im Original mit einem Beleg verstürzt und ein doppelt gelegter Stoffstreifen verdreht von Hand angenäht. Meine Variante besteht aus einem im schrägen Fadenlauf geschnittenen und mit Rollsaum versäuberten Streifen, den ich einfach auf die obere, versäuberte Kante aufgenäht habe.
Das Leinen knittert nach dem Waschen sehr stark, was aber den Reiz der Tunika nun ausmacht! Ich werde die Tunika zur weißen Leinenhose mit einem weißen Top tragen, denn mit einem schwarzen Top sieht man die Stickerei leider nicht.



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